CE-Kennzeichnung im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)


Von der CE-Kennzeichnung zum UKCA Zeichen 

Für Produkte, die vor dem 1. Januar 2021 auf dem britischen Markt (oder in einem EU-Land) in Verkehr gebracht wurden, ändert sich nichts. Diese einzelnen Waren können weiterhin auf beiden Märkten zirkulieren, bis sie ihren Endbenutzer erreichen, und müssen die ab dem 1. Januar 2021 in Kraft tretenden Änderungen nicht erfüllen. Ab dem 1. Januar 2023 wird das UKCA-Zeichen die Konformitätsbewertungskennzeichnung für Großbritannien für die meisten Waren sein, die derzeit der CE-Kennzeichnung unterliegen.

Als Inverkehrbringen gilt dabei eine mündlich oder schriftlich getroffene Vereinbarung oder ein Angebot zur Eigentumsübertragung, unabhängig von der tatsächlichen Einfuhr. Diese Vereinbarung muss vom Verwender jedoch nachgewiesen werden können.[3]

Die CE-Kennzeichnung wird im Vereinigten Königreich noch bis zum 1. Januar 2023 für die meisten Produkte akzeptiert.[6][7] Spätestens ab dem 1. Januar 2023 muss dann das UKCA-Kennzeichen verwendet werden.

Es gibt allerdings Ausnahmen, in denen die neue UKCA-Kennzeichnung unmittelbar nach dem 1. Januar 2021 verwendet werden muss; diese gelten, wenn alle folgenden Punkte auf ein Produkt zutreffen:

•Es fällt unter eine Gesetzgebung, die die UKCA-Kennzeichnung vorschreibt.[6]

•Es erfordert eine obligatorische Konformitätsbewertung durch Benannte Stellen.

 

•Die Konformitätsbewertung wurde von einer britischen Konformitätsbewertungsstelle durchgeführt und die Konformitätsbewertungsunterlagen wurden nicht vor dem 1. Januar 2021 von der britischen Stelle an eine von der EU anerkannte Stelle weitergeleitet.


Was ist der Unterschied zwischen einer FDA-Zulassung

und einer CE-Kennzeichnung?

 

In den USA benötigen Medizinprodukte mit CE-Kennzeichnung hingegen eine separate Zulassung durch die FDA, um vertrieben werden zu dürfen. Die CE-Kennzeichnung beschleunigt diese Zulassung nicht.


Mit der EAC-Kennzeichnung erklärt der Hersteller, Inverkehrbringer oder der bevollmächtigte Vertreter, dass das Produkt, welches zum ersten Mal auf dem Gebiet der Eurasischen Wirtschaftsunion in den Verkehr gebracht wird, den geltenden Sicherheitsanforderungen genügt, die in den Technischen Regelwerken der Eurasischen Wirtschaftsunion festgelegt sind. Verläuft die Konformitätsprüfung erfolgreich, dann müssen die Produkte mit dem EAC-Konformitätszeichen markiert werden. EAC ist eine Abkürzung für Eurasian Conformity. Es ähnelt inhaltlich dem europäischen CE-Zeichen. 

Die Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU, EAEU, EEU) ist ein Zusammenschluss von Armenien, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan und Russland zu einem Binnenmarkt mit Zollunion im Nordosten Eurasiens. Die Wirtschaftsunion ging mit Wirkung zum 1. Januar 2015 aus der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft hervor und ist strategisch ein Gegenpol zur EU.


 MRA Schweiz – EU 

Das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Union über die gegenseitige Anerkennung von Konformitätsbewertungen (MRA) trat als Bestandteil des Pakets der sieben Abkommen der Bilateralen I am 1. Juni 2002 in Kraft. Das MRA ist ein Instrument zum Abbau technischer Handelshemmnisse bei der Vermarktung zahlreicher Industrieerzeugnisse zwischen der Schweiz und der EU. Es gilt für die wichtigsten Produktsektoren (z.B. Maschinen, Medizinprodukte, elektrische Geräte, Bauprodukte, Aufzüge, Biozidprodukte). Das Abkommen deckt wertmäßig rund zwei Drittel des Handels mit Industrieerzeugnissen zwischen der Schweiz und der EU ab.